Problemerkennung – Worauf du achten solltest

Stress im Team

Was tun, wenn es im Team kracht?

Ein Team, das sind eine Gruppe von Menschen, die über einen bestimmten Zeitraum hinweg an einem gemeinsamen Ziel arbeiten. Dabei hat jeder im Team unterschiedliche Rollen inne. Wie überall, wo Menschen zusammenkommen, kann es zu unterschiedlichen Meinungen und unterschiedlichen Ansichten kommen und das auf allen Ebenen.
Wir können auf der technischen oder der Sachebene unterschiedlicher Ansicht sein, aber auch zwischenmenschlich dürfen wir uns einfach mal doof finden. Schnell ist etwas gesagt oder getan, was der Sender ganz anders gemeint hat, und das beim Empfänger völlig anders ankommt.
Es gibt mannigfaltige Theorien die das, was in der Kommunikation und in Teams passiert in Kommunikationsmodelle verpacken. Diese Modelle können hilfreich sein.
Wenn wir uns allerdings all zu stark an solche Theorien klammern, dann übersehen wir leicht das offensichtliche. Wir übersehen das, was wir leicht (aber nicht immer einfach) mit unserem gesunden Menschenverstand lösen können.

Ein Appell an deinen gesunden Menschenverstand!

Hellhörig werde ich immer dann, wenn eine Führungskraft berichtet, dass es keine Konflikte im Team gibt und alle immer freundlich und „nett“ miteinander umgehen.
Ehrlich? Warum? In Teams, die gut funktionieren – in high performance Teams – darf es auch mal krachen! Diese Teams besitzen die Fähigkeit, Konflikte zu erkennen und sie zu lösen. Dazu gehört aber auch, dass sich eine entsprechende Kommunikations- und Konfliktkultur entwickelt.

Das kannst du als Teamleitung tun, um dein Team zu unterstützen, wenn es kracht:

  • Schaffe Vertrauen.

    Als Führungskraft die werteorientiert handelt weißt du, dass es deine Aufgabe ist, Vertrauen in deinem Team herzustellen und immer vorzuleben.

    Google hat in seinem Aristoteles-Forschungsprojekt herausgefunden, dass psychologische Sicherheit (und nichts anderes ist Vertrauen) das Haupt-Erfolgskriterium für erfolgreiche Teams ist. Ein wichtiger Aspekt um Vertrauen aufzubauen ist der, dass du dir ausreichend Zeit für deine Mitarbeiter nimmst, ohne dabei das Gefühl entstehen zu lassen, Kontrolle ausüben zu wollen. 

  • Versuche dich in Allparteilichkeit.

    Es gibt Ärger im Team und so richtig klar ist dir nicht, was passiert ist? Wenn du ehrlich bist, dann erinnert dich das alles an einen Streit im Kinderzimmer. 

    Deine Aufgabe ist es, dich darin zu versuchen, dich mit allen am Konflikt beteiligten Personen zu identifizieren. Höre den Konfliktpartnern einzeln zu, fasse zusammen, was du verstanden hast. Achtung: es kann eine echte Herausforderung sein, eigene Empfindungen, eigenen Ärger und Reaktionen in dieser Phase der Konfliktmoderation zurückzustellen. Sollte dir das nicht gut gelingen, suche dir externe Unterstützung.

  • Folge deinem Instinkt.

    Du hast den Eindruck, dass die Gerüchteküche brodelt, dass sich Allianzen bilden oder einzelne Teammitglieder ausgegrenzt werden? Sprich das direkt und offen an. Vielleicht liegst du damit daneben – das ist egal.

    Wichtig ist, dass du Gespräche über Dritte, Flüsterpost oder Gerüchten auf den Grund gehst und dafür sorgst, dass diese Art der Nicht-Kommunikation sofort endet. In deinem Team ist es nicht akzeptabel, so über andere zu sprechen! 

    Bring ans Licht, was im Team gerade für schlechte Stimmung sorgt und bleibe dabei empathisch.

Das mag dir zu Beginn ungewohnt und unbequem erscheinen. Tauscht euch als Team auch über solche Empfindungen aus. Wie mit allem, was neu ist, ist es zu Beginn schwieriger, aber schon nach kurzer Zeit wird euch dieser offenere Umgang mit dem, was den Arbeitsalltag erschwert normaler werden. Bis es so sehr zur Normalität geworden ist, dass ihr es automatisch tut und es euch gar nicht mehr auffällt.


Euer Gewinn als Team:

  • Ihr fördert den gemeinsamen Austausch und eure Diskussionskultur
  • Ihr werdet schneller, wenn es um Veränderungen geht
  • Ihr lasst neue und verschiedene Blickrichtungen leichter zu
  • Ihr festigt euch als Team und vertieft eure Teamkultur
  • Rollen, Aufgaben und Prozesse werden schneller klar

Diese Vorteile vor Augen lohnt es sich doch, sich auch mit Konflikten zu beschäftigen, oder? 

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